eine bewegte geschichte


Das Dorf Lausnitz liegt im sudöstlichen Thüringen im schönen Orlatal, im heutigen Saale-Orla-Kreis (SOK), in einer geschichtsträchtigen Gegend, im Städtedreieck Jena, Gera, Rudolstadt. Auch Weimar und Erfurt sind nicht weit entfernt.

 

Das Rittergut Lausnitz, Unterer Hof, wurde erstmals im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt und erlebte seine Blütezeit im 18. Jahrhundert. In der Barockzeit herrschte in Thüringen, das zu diesem Zeitpunkt aus 37 Herzogtümern bestand, eine Zeit der kulturellen Blüte. Lausnitz ist ein Teil dieser höfischen Kultur.


Witwensitz

Die Anektdote berichtet, dass Christine v. Lewenhaupt einmal vergiftet werden sollte. Als die Vorspeise ihr nicht mundete, gab sie die Suppe ihrem hier abgebildeten Hündchen zu fressen, welches daraufhin starb und auf diese Weise auf einem Gemälde verewigt wurde.


Familiensitz

Richard von Wurmb (1806-1880), war der erste männliche zu Lausnitz geborenen von Wurmb: Er entwickelte im 19. Jahrhundert eine große Bauaktivität am Gutshaus und ließ zusätzliche Ställe, Scheunen und weitere Nebengebäude errichten. Er war auch ein großer Pflanzenliebhaber und hatte einen Faible für damals exotische Pflanzen ...


Altersheim

1945 wurde die Familie von Wurmb enteignet und vertrieben. Alle Familienmitglieder flohen in den Westen. Haus und Hof gingen in den Besitz der Gemeinde über. Eigentlich sollte das Gutshaus gesprengt werden, doch man besann sich anders ...


Nach der Wende

Gewissermaßen war es ein Glück, dass das Haus 1989 leer stand. Die Gemeinde vermachte nach der Wiedervereinigung die Gutshausruine, einen Teil der Nebengebäude sowie den Park Lothar von Wurmb, der selbst noch vor dem Krieg seine Kindheit in Lausnitz verbracht hatte.